Präsentation der Leistungsfähigkeit des grünen Berufsstandes

Am Dienstag, 12. November, unterzeichneten die Gärtner ihre Ausstellerverträge im Rokokosaal des Geistlichen und Kultu-rellen Zentrums Kloster Kamp. Mehr als 15 Mitgliedsbetriebedes Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen e. V. (VGL NRW) - de facto sieben Vertragspartner - engagieren sich auf der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort 2020 (Laga) mit (Haus-) Gartenbeispielen auf einer Fläche von rund 2000 Quadratmetern. Teilweise bauen mehrere Betriebe zusammen ihr Gartenbeispiel.

Landschaftsgärtnertreff, Besucherberatung durch Experten, Baum-pflanzungen mit Politikern, Engagement im Grünen Klassenzimmer und viele berufsständische Veranstaltungen sowie einen kleinen Wettbewerb - Karl Jänike, VGL NRW-Referent und Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft Gartenbau und Landespflege (LAGL NW) informierte eingangs über die Plattform, die der Verband den Mitgliedsbetrieben in Kamp-Lintfort bieten wird.

Außenwirkung und Kundenbindung

Für die Betriebe sei die Teilnahme mit einem Garten „eine gute Gelegenheit, ihre Handwerkskunst und Ideenvielfalt zu präsentieren und gleichzeitig für den Berufsstand Flagge zu zeigen“, so Heinrich Sperling, einer der Geschäftsführer der Laga GmbH. „Wir waren bereits auf der Landesgartenschau in Bad Iburg mit einem Garten vertreten“, so Hans-Joachim Kleimann, Kleimann Gartengestaltung, Herford. „Noch heute werden wir darauf angesprochen und erhalten entsprechende Anfragen von Kunden. Das zeigt uns, welche Außenwirkung wir mit einer Teilnahme erreichen können. Grund genug, auch in Kamp-Lintfort wieder aktiv zu werden…“ Auch für den Betrieb Schraps & Vogel GmbH aus Kempen war es „selbstverständlich“, sich zu beteiligen. Das Unternehmen will die Region repräsentieren und „einen naturnahen Garten gestalten, der auch mit regionalen Obst- und Gemüsesorten bepflanzt wird“, kündigt Peter Schraps an.

Der grüne Berufsstand zeigt sich

Für den Betrieb Steegmann Gartenbau und Landschaftsbau aus Kevelaer war es „Ehrensache“, sich für einen Themengarten anzumelden: „Wir machen zum ersten Mal bei einer Landesgartenschau mit. Klar, die Auftragsbücher sind voll und es ist wenig Zeit, aber für uns war es wichtig, dass wir uns als regional ansässiger Betrieb beteiligen – und wir profitieren ja auch davon, deshalb wird sich die Arbeit auch lohnen!“, ist sich Tobias Steegmann sicher. Arnd Meyers von Meyers + Schwarze GbR, Krefeld, bestätigt das: „Wir waren 2002 auf Schloss Dyck dabei, haben NRW 2004 in Japan vertreten und wollen jetzt erneut zeigen, was wir können. Unsere Themen haben gerade im Moment ein gutes Standing. Der grüne Berufsstand muss sich zeigen, eine Landesgartenschau ist dafür die beste Gelegenheit!“

„Wir sind dankbar für das Engagement der Gärtner, finden großartig, dass sich so viele Betriebe in unserem Ausstellungsbereich engagieren!“, erklärt Martin Notthoff, ebenfalls Laga-Geschäftsführer. Es sei schon richtig viel zu sehen im Gelände und er sei sicher, dass die Gärten „top gestaltet“ sein würden, so Notthoff. Er freue sich darauf, dass die Themengärten 2020 zum gut frequentierten Laga-Treffpunkt würden. Die Arbeiten an einigen Gärten auf der Baustelle im Kamp-Lintforter Zechenpark sind bereits im Gange, weitere Betriebe beginnen noch in diesem Jahr. Bis zur Eröffnung am 17. April 2020 werden die Hausgartenbeispiele fertig sein und den Besuchern dann bis zum 11. Oktober 2020 „spannende Gestaltungstrends und nachahmenswerte Pflanzbeispiele“ zeigen, da ist sich Heinrich Sperling sicher.

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