2 20190909BesuchUHE34 31

Foto: Die Hopfenbuche wird angegossen. vlnr: Eva Kähler-Theuerkauf, H. Christian Leonhards, Dr. Ansgar Müller, Ursula Heinen-Esser, Dr. Christoph Landscheidt, Jürgen Winkelmann, Heinrich Sperling und Frank Tatzel

„Herzensanliegen“ Landesgartenschau

Die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Ursula Heinen-Esser, besuchte vorgestern Nachmittag, Montag, 9. September, das künftige Laga-Gelände. Sie übernahm die Baumpatenschaft für eine Hopfenbuche, die auf dem Quartiersplatz im Zechenpark steht. Sie freue sich sehr, nun einen ersten Blick auf das künftige Laga-Gelände werfen zu können, sagte sie. Sie sei „beeindruckt, wie positiv sich das Gelände bereits entwickelt“ habe. „Hier in Kamp-Lintfort wird die Landesgartenschau dazu genutzt, das Herz der Stadt neu zu gestalten", betonte Heinen-Esser: Man könne erahnen, „welch gewaltiger Umwandlungsprozess stattfindet.“ Sie freue sich, dass die Landesregierung dabei helfen könne. Gartenschauen seien ihr ein „Herzensanliegen", so die Ministerin weiter – sie sind ein „hervorragendes Instrument“, um „den Blick der Besucherinnen und Besucher in einem positiven Umfeld für die Bedeutung von Grün zu schärfen.“

„Es ist beeindruckend, wie sich die Stadtgesellschaft diesen Raum zurückerobert“, lobte auch Dr. Ansgar Müller, der Landrat des Kreises Wesel, das breite ehrenamtliche Engagement der Kamp-Lintforter für ihre Laga, mit Blick auf den Zechenpark. Dass der Zuschlag für die Laga nach Kamp-Lintfort gegangen sei, werte er denn auch als „Wertschätzung“ für genau dieses Engagement. „Die Kamp-Lintforter stehen wirklich hinter dem Projekt“, bestätigte diese Einschätzung auch Prof. Dr. Christoph Landscheidt, der Bürgermeister KampLintforts. So sei beispielsweise die Resonanz auf das Angebot der öffentlichen Baustellenführungen beeindruckend – Hunderte kämen. Wir freuen uns daher sehr, dass die Ministerin uns heute besucht hat!", sagte Landscheidt.

Aktueller Sachstand

Den aktuellen Sachstand der Baumaßnahmen und Pflanzungen erläuterte Heinrich Sperling, der Geschäftsführer der Laga GmbH. Die Hopfenbuche habe die Laga deswegen für die Patenschaft ausgesucht, weil der Baum „stadtklimafest“ und „anpassungsfähig“ sei, so Sperling. Die aktuellen klimatischen Veränderungen verlangten nach einer Auswahl von Arten, die „Hitze und trockene Luft ertragen“.

„Wir werden pünktlich fertig!“, versicherte Martin Notthoff, ebenfalls Laga-Geschäftsführer. „Ich drücke Ihnen ganz fest die Daumen, dass alles termingerecht fertig wird“, so Heinen-Esser. Und sie bat alle, sich „ganz fest“ anzustrengen, „um dieses gemeinsame Ziel auch zu erreichen!“

Die Vertreter der grünen Berufsverbände zeigten sich ebenfalls optimistisch: „Wir freuen uns, mit der Landesgartenschau KampLintfort eine Visitenkarte des Könnens der grünen Branche abgeben zu dürfen. Gerade die Region Niederrhein ist das Herzstück des deutschen Gartenbaus. Klima, Natur und Umwelt - wir reden nicht, wir handeln“, erklärte Eva Kähler-Theuerkauf, die Präsidentin des Landesverbandes Gartenbau NRW. Und Hans Christian Leonhards, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen e.V ergänzt: „Die Aufmerksamkeit, die der Besuch der Ministerin für unseren Berufsstand bedeutet, hebt unsere Anliegen über den fachlichen Bereich hinaus. Natürlich zeigen wir unser Können mit den Themengärten während der Laga, doch ein solcher Anlass macht auch einer breiteren Öffentlichkeit deutlich, dass wir Landschaftsgärtner der Berufstand sind, der grüne Umwelt baut.“