Grünes Klassenzimmer, Gästeführer, Green FabLab und Gastronomie

„Wir machen mit!“ – so ist das Formular überschrieben, das auszufüllen Susanne Toussaint Vereine und Gruppen animieren möchte. „Ich würde mich freuen, wenn sich noch sehr viele melden würden und eine Veranstaltungsidee für das Programm der Laga mitbringen!“, das sagte gestern Abend die für Veranstaltungen zuständige Mitarbeiterin der Laga GmbH im fast voll besetzten Audimax der Hochschule Rhein-Waal während der 6. Bürgerarena zur Laga

Auch Irina Osthoff, die das Grüne Klassenzimmer organisiert, wünscht sich „viele wissbegierige Kinder und Jugendliche und interessierte Lehrerinnen und Lehrer, die das Grüne Klassenzimmer besuchen!“ Erfahrungsgemäß würden rund 1800 Führungen gebucht, die dafür notwendigen Gästeführerinnen und Gästeführer können – „das ist für Sie kostenlos“ – eine Ausbildung durchlaufen, wirbt Judith Dohmen-Mick um Unterstützung. Gästeführer zu sein sei auch nicht per se ehrenamtlich, sondern diese Leistung werde honoriert. Für ehrenamtliches Engagement in allen Facetten, das letztlich „weit über die Landesgartenschau hinaus reicht“, machte sich Wolfgang Roth stark, der dem Förderverein mit weit über 800 Mitgliedern vorsteht.

Eine sportliche Laga

„Es wird sportlich auf der Laga“, mit diesen Worten stellte die Sportamtsleiterin der der Stadt, Lydia Kiriakidou, ihr umfassendes und für eine Laga bislang wohl einmaliges Sportprogramm vor. Sie versprach „fast täglich mindestens 45 Minuten Sport, Spiel und Bewegung zum Mitmachen und Erleben“ und „Spaß an der Bewegung ebenso wie die Chance, Gleichgesinnte zu treffen“. Zudem sei ein Schwerpunkt des Angebotes „Inklusion“. Die Laga sei somit ein „Sport all inclusive“-Park, vor allem für Dauerkarteninhaber. Auch hier können sich Interessierte mit Ideen und Angeboten an den Vorsitzenden des Stadt-SportVerbandes Kamp-Lintfort, Manfred Klessa, wenden (Email m.klessa@t-online.de).

Eine „Riesenshow“ werde die Laga, das hatte Bürgermeister Christoph Landscheit bereits in seiner Begrüßung versprochen, ebenso versicherte er dem Auditorium, dass das Projekt im Zeitplan sei und auch innerhalb des Budgets laufe. Einen Schnelldurchgang durch den derzeitigen Stand der Baustellen im Kamper Gartenreich, dem Wandelweg und vor allem dem Zechenpark erlaubte Andreas Iland, Prokurist der Laga GmbH. Man konnte sehen, dass es an allen Stellen „voran“ geht. Beifall rief unter anderen die geplante Spiellandschaft mit einem Nachbau der Fördertürme hervor oder die Verzahnung mit dem Angebot der Hochschule im Green FabLab hervor, für das demnächst die Bauarbeiten beginnen werden, wie Gartenschaugeschäftsführer Heinrich Sperling sagte.

Ein Musterbeispiel des Strukturwandels

Moderator Sebastian Falke lobte Kamp-Lintfort als „Musterbeispiel des Strukturwandels“. Dies Lob könne die Stadt selbstbewusst annehmen, denn bereits vor 25 Jahren habe man - „durchaus gegen Widerstände“ - angefangen, über die notwendigen Veränderungen nachzudenken, so Landscheidt. Der zweite Gartenschaugeschäftsführer, Martin Notthoff, parierte den in der Fragezeit aufkommenden Wunsch nach Freikarten für Anwohner, die es nicht geben wird: „Sehen Sie es so: Sie wohnen dann in unmittelbarer Nachbarschaft zum neuen Central Park Kamp-Lintforts…“ Außerdem ganz nahe am „Waldbahnhof“, denn der Bahnanschluss kommt ebenfalls. Und auch in Bezug auf die Befürchtung, zugeparkt zu werden konnte Notthoff beruhigen: Die Parkplätze befinden sich in unmittelbarer Nähe des Haupteinganges und für Überlaufparkplätze sei ebenfalls gesorgt.