20190612StUmwEntw11 klein3

Foto: vlnr: Freuen sich darüber, dass das Grüne Klassenzimmer ein wichtiger Programmpunkt der Laga wird: Heinrich Sperling (Laga-Geschäftsführer), Marie-Luise Fasse (Stiftungsratsmitglied SUE Nordrhein-Westfalen), Irina Osthoff (Projektkoordinatorin Grünes Klassenzimmer) und Bürgermeister Prof.Dr. Christoph Landscheidt

Natur erleben, erforschen und entdecken

„Wir freuen uns und bedanken uns herzlich bei der Stiftung für ihre Unterstützung, dass auch wir in Kamp-Lintfort die Möglichkeit bekommen, auf unserer Landesgartenschau ein Grünes Klassenzimmer anbieten zu können“, sagt Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt bei der Vorstellung des Projektes „Grünes Klassenzimmer“. Ein Grünes Klassenzimmer sei immer etwas „ganz Besonderes“ und in Kamp-Lintfort zudem gestützt durch das „Green FabLab“ der Hochschule oder auch das Tierparkprojekt Kalisto.

Die Natur vor Ort erleben und die Umwelt im Blumenmeer und unter den Fördertürmen erforschen: Das Grüne Klassenzimmer bringt den Unterricht nach draußen und auf die Landesgartenschau. Dies außerschulische Lernangebot wird, wie schon bei den vergangenen beiden nordrhein-westfälischen Landesgartenschauen, von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen (SUE) gefördert.

Verantwortungsvoller Umgang mit der Welt und ihren Ressourcen

Das Grüne Klassenzimmer will Kinder und Jugendliche in einem verantwortungsvollen Umgang mit der Welt und ihren Ressourcen, vor allem ihrer Tier- und Pflanzenwelt, schulen. „Es soll als außerschulischer Lernort ein vielseitiges Kursangebot für Kinder und Jugendliche aus ganz NRW bieten. Bei der Programmplanung legen wir ein besonderes Augenmerk auf den Bezug zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“, erklärt Heinrich Sperling, Geschäftsführer der Laga, die Ziele des Projektes. Er stellt als neues Teammitglied auch Irina Osthoff, die Koordinatorin des Grünen Klassenzimmers, vor.

Der Auftrag der Stiftung, die 2001 durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen gegründet wurde, liegt in der Förderung bürgerschaftlichen Engagements für eine nachhaltige Entwicklung, um so  zur Umsetzung der Agenda 2030 beizutragen. Hier findet sich auch der Schnittpunkt des Grünen Klassenzimmers zur Stiftung. Viele der 17 Ziele der Agenda 2030 finden sich in den Themen der Kurse des Grünen Klassenzimmers wieder.

Grünes Klassenzimmer bringt Kindern und Jugendlichen Umwelt- und Naturschutzthemen nahe

Marie-Luise Fasse, Stiftungsratsmitglied SUE Nordrhein-Westfalen, sieht die Fördermittel in Höhe von 196.000 Euro gut angelegt: „Das Grüne Klassenzimmer bringt vielen Kindern und Jugendlichen Umwelt- und Naturschutzthemen nahe. Besonders erfreulich ist, dass bei der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort auch interkulturelle und entwicklungspolitische Themen aufgegriffen werden.“

Sie freue sich sehr, dass die Laga nach Kamp-Lintfort gekommen sei, nicht nur, weil sie aus der Nachbarstadt Rheinberg komme – Fragen von Umwelt, nachhaltiger Landwirtschaft und Klima seien derzeit ein „ganz großes Thema“, in dem sich auch junge Leute wieder engagierten. Die Stiftung habe im vergangenen Jahr mit 4,8 Millionen Euro einhundert Projekte in NRW gefördert, betont Fasse, die zugleich Landesvorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ist. Das Votum der Stiftung, sich für das Grüne Klassenzimmer zu engagieren, sei einstimmig gefallen. „Begeisterung für Natur und Umwelt muss bereits im Kindergarten geweckt werden!“, betont sie.

„Ich freue mich sehr, in diesem Projekt und bei der Laga dabei zu sein!“, sagt Irina Osthoff. Derzeit arbeite sie dafür, ein vielseitiges Programm zusammenzustellen, dass Themen wie Ernährung und nachhaltige Landwirtschaft genauso aufgreifen werde, wie Natur- und Insektenschutz, den Umgang mit Wasser oder globales Lernen mit einem Angebot des „Eine-Welt-Netzes“. Sie kündigt für das Ende der Sommerferien - Ende Juli, Anfang August - ein gedrucktes Kurs-programm mit etwa 60 thematischen Kurseinheiten an, mit bis zu drei Zeitfenstern an den Kurstagen und ggf. parallel buchbaren Angeboten. Der Preis pro Kind: 2 Euro Eintritt und 3 Euro Kursgebühr. „Ein solch günstiger Preis ist nur möglich, weil uns die Stiftung so hervorragend unterstützt!“, betont Laga-Geschäftsführer Sperling.