Entdecken Sie Kamp-Lintfort!

Kamp-Lintfort liegt landschaftlich ruhig gelegen am linken Niederrhein zwischen der niederländischen Grenzregion und dem Ruhrgebiet. Seit dem Ende der Bergbauära arbeitet die Stadt Kamp-Lintfort konsequent am Strukturwandel und kann bereits nach wenigen Jahren auf erfolgreiche Projekte zurückblicken, die Kamp-Lintfort unter anderem bereits durch die Ansiedlung der Hochschule Rhein-Waal von der Klosterstadt zur Hochschulstadt gemacht haben. Weitere Projekte, wie die Landesgartenschau 2020, ermöglichen die weitere rasante Entwicklung Kamp-Lintforts und stärken die Stadt als attraktiven Wohn- als auch Wirtschaftsstandort. Mit rund 38.000 Bewohnern zählt Kamp-Lintfort zu den Mittelstädten, die trotz ihrer Größe mit einem breiten Angebot an Dienstleistungen und Freizeitangeboten aufwartet.

Seit 2009 ist die Stadt einer der beiden Standorte der Hochschule Rhein-Waal. Der Wirtschaftsstandort Kamp-Lintfort verfügt über hervorragende Verkehrsanbindungen an das Fernstraßennetz, zwei Autobahnanschlüsse (A 42 und A 57) und profitiert von der Nähe zu Europas größtem Binnenhafen in Duisburg.
 

Kloster Kamp

Das bekannteste Highlight in Kamp-Lintfort ist das Kloster Kamp von 1123, dessen weitläufiges Areal mit Abteikirche, Museum, Klosterladen und Kräutergarten zum Entdecken und Verweilen einlädt. Das „Schmuckstück“ ist der Terrassengarten, der weit über die Stadtgrenzen bekannt ist und als Veranstaltungsort für die jährlich im Wechsel stattfindenden Events Kamper Nacht und Kamper Freilichttheater dient.

2003 wurde das "Geistliche und Kulturelle Zentrum Kloster Kamp" gegründet. Das Angebot des Zentrums reicht von der Klostervesper und Segensandacht über Meditationsangebote, Besinnungstage, geistliche und kunsthistorische Führungen bis hin zu Konzerten, Lesungen und Vorträgen.

Aktuell gehört das Kloster Kamp zur Landesgartenschau. Die Landesgartenschau besteht aus den zwei Parks "Zechenpark" und "Kamper Gartenreich".

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Foto: Blick auf das Kloster aus dem Terrassengarten.

Die Altsiedlung

Die Altsiedlung Friedrich-Heinrich entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts als eine der größten Werkssiedlungen der Region. 1906 gründete sich in Paris die Aktiengesellschaft Friedrich-Heinrich und begann auf dem heutigen Stadtgebiet von Kamp-Lintfort mit dem Bau einer Zeche. Friedrich-Heinrich wurde "mitten auf dem platten Land" gebaut. Die angeworbenen Arbeitskräfte mussten Wohnraum finden und sollten sesshaft und an die Zeche gebunden werden. Die erste große Bauperiode begann 1909.

Größte Wekssiedlung des Rheinisch-Westfälischen Industriegebietes

Insgesamt bietet die Altsiedlung, die den Gestaltungsprinzipien der englischen Gartenstadt folgt, ein abwechslungsreiches Bild. Die Bauweise ist durchgehend 1 1/2 geschossig, Ein- oder Zweifamilienhäuser, in Gruppen bis zu 6 Wohneinheiten zusammenstehend. Die Straßen sind großzügig und gewunden angelegt und haben viele Freiflächen mit Grünbestand. Mit ca. 76 Hektar ist sie die größte Werkssiedlung des Rheinisch-Westfälischen Industriegebietes und liegt auf der Route der Industriekultur. Die Altsiedlung wurde in den vergangenen Jahrzehnten aufwendig saniert und restauriert und zeigt sich heute als Zechen- und Gartenstadt mit hoher Wohnqualität. Sie erstreckt sich zwischen Moerser Straße, Franzstraße, Auguststraße und Ringstraße.

Luftbild

Foto: Luftbildaufnahme von der Altsiedlung.

Das Haus des Bergmanns

Mitten im Herzen der Altsiedlung Friedrich Heinrich liegt das Haus des Bergmanns. Die zwischen 1907 und 1930 erbaute Siedlung ist eine der größten Zechenkolonien im Rheinisch-Westfälischen Industriegebiet. Im Haus des Bergmanns treffen Industrie- und Alltagsgeschichte aufeinander. Das ehemalige Wohnhaus für zwei Familien wurde aufwendig in den Originalzustand zurückversetzt und 2006 als Museum eröffnet. Die eine Haushälfte wurde mit Liebe zum Detail wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt und zeigt die Wohnung einer Bergarbeiterfamilie um 1910. Technik-Fans kommen in der zweiten Haushälfte auf ihre Kosten. Grubengeleucht, technische Geräte und vieles mehr informieren über die Arbeit unter Tage.
Das Museumshaus ist sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Während der Ferien in NRW geschlossen. Sonderführungen während der Ferien und außerhalb der Öffnungszeiten sind nach telefonischer Absprache möglich.

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Foto: Das Haus des Bergmanns. Quelle: Bettina Engel-Albustin

Die Beamtensiedlung

Unmittelbar an das Stephanswäldchen schließt sich die sogenannte „Beamtensiedlung“ an. Im Jahre 1907 wurde mit dem Bau der großzügig geschnittenen Häuser für die privilegierten Belegschaftsangehörigen der Steinkohlenbergwerk Friedrich Heinrich AG begonnen - bewusst westlich der Zeche, denn der vorherrschende Wind trug die Emissionen des Bergwerks in die entgegengesetzte Himmelsrichtung. Kennzeichnend für diese Werksiedlung, die erst in den 1930er Jahren fertig gestellt wurde, sind u.a. ein hoher Freiflächenanteil, eine repräsentative Gestaltung der Baukörper und durchgängig großzügige Gebäudegrundrisse. Stilelemente wie aufwändige Laibungs- und Türgestaltungen, ausladende Podesttreppen, tiefe Vorgärten, Erkervorbauten, Mittelrisalite und Traufgiebel erzeugten bzw. verstärkten die sozialen Hemmschwellen für jene, die nicht betrieblich und gesellschaftlich privilegiert waren.

Freizeitangebot

Das Freizeitangebot in Kamp-Lintfort ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und beliebt. Ob im Panoramabad Pappelsee, im Kino oder auf dem Golfplatz, ob Sie mit dem Fahrrad, dem ÖPNV, dem Wohnmobil oder dem Auto kommen, wir garantieren jede Menge Spaß! Wer gerne shoppt bzw. generell seinen Einkauf erledigen möchte, den bietet Kamp-Lintfort ein vielseitiges Einzelhandelsangebot. Ob auf der modernisierten Fußgängerzone oder im näheren Umkreis der Innenstadt, dank Filialen von unterschiedlichen großen Ketten sowie kleineren Einzelhändlern, wird jeder fündig. Zum Entspannen laden zudem viele kleine Cafés und Restaurants ein.

Pappelsee

Foto: Der Pappelsee. Im Hintergrund das Panoramabad Pappelsee.

Radrouten

Schon längst haben die in- und ausländischen Pedalritter den Niederrhein als Radwanderparadies entdeckt. Die Region ist - bis auf wenige Ausnahmen – so flach, dass auch der Nachwuchs bei einem Tagesausflug nicht überfordert ist. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten, Bauernhofcafés und Naturdenkmale laden zu einem Zwischenstopp ein. Kamp-Lintfort mit seinen ausgedehnten Waldgebieten und der typischen Niederrhein-Landschaft mit vielen Alt-Armen des Rheins zwischen Feldern, Wiesen und Weiden bietet sich als Ausgangspunkt unbeschwerter Ausflüge an. Darüber hinaus führen mehrere gut ausgebaute und beschilderte überörtliche Radwanderwege durch unser Gebiet. Allen voran die beliebte NiederRheinroute, die gleich mit mehreren Nebenstrecken das Stadtgebiet durchläuft sowie die Baumkreisroute, eine Rundtour, die auch zu den Nachbarstädten Moers, Rheinberg und Neukirchen-Vluyn führt. Seit der Einführung des Knotenpunktsystems im Kreis Wesel lassen sich Radtouren noch komfortabler planen.