Baum des Jahres 2020 auf der Landesgartenschau: Die Bienenfreundin Robinie

Seit 300 Jahren gibt es die Robinie, die ursprünglich aus Nordamerika stammt, nun schon in Deutschland. Dennoch gilt sie immer noch als Neuheit. Nun wurde die Baumart als Baum des Jahres gekürt. Auch auf der Landesgartenschau ist der Baum zu finden.

Eine Anzahl von 55 Bäumen mit den cremeweißen Blüten und zarten Fiederblättern sind auf dem Gelände der Landesgartenschau gepflanzt worden. „Imker sind besondere Fans der Robinie, denn die Blüten des Baumes geben reichlich Nektar ab“, weiß Kirsten Holsteg, Landschaftsarchitektin und im Gartenschauteam zuständig für die Pflege der Bäume.

Die Robinie kommt gerade mit städtischen Klimabedingungen und schwierigen Bodenverhältnissen, wie denen auf einem ehemaligen Bergwerksgelände, gut zurecht. „Die Baumart zählt zu den wertvollsten Insektenpflanzen in Europa“, so Holsteg.

Robinie steht auf den Gelenkplätzen im Zechenpark

Zu finden ist die Baumart auf der Landesgartenschau an den Gelenkplätzen im Zechenpark. Dort steht sie zurzeit satt grün am Rand der Sparkassenpromenade im Bereich der nördlichen Ausstellerachse und hinter dem Gärtnermarkt und der Blumenhalle im südlichen Teil des Areals. „Dort, wo sich die Robinie einmal angesiedelt hat, ist sie sehr widerstandfähig“, erklärt Holsteg. Dies liegt an den sogenannten Knöllchen-Bakterien, die an der Wurzel des Baumes leben, den Luftstickstoff fixieren und diesen im Boden anreichern.

Die Robinie verträgt Hitze und Trockenheit sehr gut. „Sie ist äußerst wärmeliebend und stellt an den Boden kaum Ansprüche. Sie eignet sich bestens für diesen Standort“, erklärt die Landschaftsarchitektin.

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Foto: Zu finden ist die Baumart auf der Landesgartenschau an den Gelenkplätzen im Zechenpark. Dort steht sie zurzeit satt grün am Rand der Sparkassenpromenade im Bereich der nördlichen Ausstellerachse und hinter dem Gärtnermarkt und der Blumenhalle im südlichen Teil des Areals.