Ein Stück Kamp-Lintforter Geschichte kleidet Landesgartenschau-Mitarbeiter

100 Gästeführer und 28 Landesgartenschau-Mitarbeiter hat das Team der Modefirma Grubenhelden aus Gladbeck für die Landesgartenschau mit T-Shirts und Sweatjacken ausgestattet. Die Mitarbeiter tragen ein Stück Bergbau-Geschichte.

„Es ist klasse, dass wir uns an der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort beteiligen können. Diese Stadt mit Bergbautradition durch unsere Arbeit zu unterstützen war ein Wunsch von uns als Unternehmen, das stolz auf seine Heimat, das Ruhrgebiet ist“, erklärt Matthias Bohm, Gründer der Firma Grubenhelden.

Mit den Grubenhelden gewinnt die Landesgartenschau einen Partner, der ähnliche Ziele im Hinblick auf den Erhalt eines Stücks Bergbau-Geschichte verfolgt. „Die Stadt vollzieht einen Strukturwandel, ohne die Geschichte Kamp-Lintforts und ihre Wurzeln zu verleugnen“, sagt Andreas Iland, Prokurist der Landegartenschau Kamp-Lintfort 2020 gGmbH. Genau wie die Landesgartenschau in Kamp-Lintfort, vereinen auch die Grubenhelden mit ihren Kollektionen Zukunft und Tradition miteinander, indem sie in neue Stoffe originale Stücke eines alten Grubenhemdes einnähen: „Ob im T-Shirt, Hoodie oder in einer Cap, der Stoff, aus dem Geschichten sind, ist überall präsent“, erklärt Bohm.

Streifen symbolisieren den Förderturm

Genauso auch im eigens für die Laga designten Look – geprägt von markanten roten Streifen, die mit Kohle gemalt und dann eingefärbt wurden. „Die Streifen auf den Shirts symbolisieren den Förderturm in Kamp-Lintfort. Er ist schon von weitem erkennbar, eben durch die auffälligen roten und weißen Linien. Rot und Weiß sind außerdem die Farben der Stadt Kamp-Lintfort“, erklärt Bohm. „Deshalb war für uns schnell klar, dass wir diese Elemente in die Klamotte übertragen und so die Geschichte der Stadt sichtbar machen wollen.“

Über Grubenhelden:
„Wenn unsere Väter und Großväter früher nach getaner Arbeit nach Hause kamen, konnte man gebannt ihren Geschichten lauschen von Freiheit, Gerechtigkeit und Kameradschaft – Werte, für die das Ruhrgebiet noch heute steht“, sagt Matthias Bohm, Gründer der Firma Grubenhelden. 2018 allerdings ging die Ära der Menschen, die unter Tage harte Arbeit leisten, zu Ende. Die letzte Zeche im Ruhrgebiet schloss. Ein Wahrzeichen, ohne dessen Historie die moderne digitale Welt nicht existieren würde. Mit ihrer Mode möchte das Grubenhelden-Team die Werte dieser Generationen bewahren und im wahrsten Sinne des Wortes weitertragen, hinaus in die Welt. Und wer könnte ehrlicher die Geschichte der Vergangenheit erzählen als ein Zeitzeuge. Jemand, der dabei war unter Tage. Daher kommt die Authentizität in unserer Kollektion dadurch zum Ausdruck, dass in jedem einzelnen Teil ein Stück des originalen Grubenhemd-Stoffes hochwertig verarbeitet wird. Ob im T-Shirt, Hoodie oder in einer Cap, der Stoff, aus dem Geschichten sind, ist überall präsent. Durch diese aufwendige Veredlung bekommt jedes Teil eine individuelle Note und erzählt seine ganz eigene Ruhrgebiets-Geschichte.

 

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Foto: Das Team der Landesgartenschau trägt die Outfits der Grubenhelden. Quelle: Imma Schmidt