Umweltausschuss besucht Landesgartenschau: Gemeinsam für ein grünes Nordrhein-Westfalen

Wir alle spüren schon heute die Auswirkungen des Klimawandels durch Wetterextreme wie Hitzeperioden mit langen Trockenzeiten, Stürme und Starkregenereignisse sowie milde Winter. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, bedarf es großer gemeinsamer Anstrengungen, um grüne Infrastruktur in Städten und Gemeinden zu erhalten und weiterzudenken. Darüber sprach die Landesvereinigung Grüner Verbände mit Mitgliedern des Landtagsausschusses für Umwelt, Landwirtschaft, Natur-und Verbraucherschutz. Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt begrüßte des Umweltausschuss für den Austausch auf der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort.       

„Wir Gärtner können Teil der Lösung für die zukünftigen Klimaherausforderungen sein, dafür bedarf es allerdings einer offenen Diskussion über zukünftige Maßnahmen, die idealerweise in einem Konzept für eine ‚Grüne Infrastruktur NRW‘ zusammengeführt werden sollten“, sind sich Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin des Landesverbandes Gartenbau NRW und H. Christian Leonhards, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW, einig.

Grüne Rückzugsorte

Wie wichtig für uns Menschen grüne Rückzugsorte sind, hat uns die Corona-Krise gezeigt. Ideen, wie Gärten zu Hause gestaltet werden können, sind auf der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort in den Ausstellungsbeiträgen der Verbände zu finden – mit ihrer ganzen Vielfalt von Pflanz- und Gestaltungsmöglichkeiten. „Hier steckt viel Knowhow drin, das sieht man. Ich kann nur allen einen Besuch in Kamp-Lintfort ans Herz legen. Hier kann man entspannen, aber auch viel Wissenswertes über die Garten- und Pflanzwelt erfahren“, so Dr. Patricia Peill, Vorsitzende des Landtagsausschusses für Umwelt, Landwirtschaft, Natur-und Verbraucherschutz.       

Gerade im dicht besiedelten Nordrhein-Westfalen bilden Grünflächen Erholungsorte, besonders bei Trockenheit und Hitze. Dabei sind bei der Umsetzung und dem Erhalt von Grünmaßnahmen die Städte und Gemeinden verantwortlich. Diese verfügen allerdings häufig nicht über ausreichend finanzielle Mittel, um die „grünen Lungen“ in der nötigen Qualität und Quantität zu realisieren und zu pflegen. Infolge der Corona-Pandemie wird sich die Lage durch den zu erwartenden drastischen Rückgang der Steuereinnahmen noch verschlechtern. Vor diesem Hintergrund bedarf es mehr Unterstützung, um grüne Infrastruktur als kommunale Daseinsvorsorge zu erhalten und weiterzudenken.     

Veränderung der Arbeitsprozesse - auch in der grünen Branche

Die Digitalisierung der Arbeitswelt führt zu einer zunehmenden Veränderung der Arbeitsprozesse, auch in der grünen Branche. Um Auszubildenden Fachwissen auf dem aktuellen Stand zu vermitteln, sind Investitionen in die Infrastruktur der berufsbildenden Schulen im Bereich digitaler Medien sowie digitaler Maschinen und Geräte dringend erforderlich. Wichtig ist dabei, Lehrer dazu zu befähigen, Lerninhalte digital aufzubereiten und mit der aktuellen Technik auch umgehen zu können. „Wir plädieren dafür, schon in der Lehrerausbildung Digitalbausteine zu integrieren. Und das zügig. Sonst befürchten wir, dass Deutschland endgültig den digitalen Anschluss verliert“, so Eva Kähler-Theuerkauf und H. Christian Leonhards.    

Über die Landesvereinigung:
In 2018 gründete sich die Landesvereinigung der Grünen Verbände NRW. Mit der spartenübergreifenden Verbändekooperation engagieren sich Gartenbau und GaLaBau mit einer gemeinsamen Stimme für die grünen Themen in Nordrhein-Westfalen. Zielsetzung der Landesvereinigung ist die Förderung der mittelständischen Unternehmen im Gartenbau und im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, die Förderung der Gartenkultur und der Umwelt in NRW.