Ein buntes Meer aus Blumen gegen das Insektensterben und für die Pflanzenvielfalt

Auf insgesamt zweieinhalb Hektar Fläche blühen momentan Wildblumen in allen möglichen Farben. „Wir haben hier regionales Saatgut verwendet, um die heimische Artenvielfalt der Pflanzen- und Tierwelt zu erhalten“, erklärt Kirsten Holsteg, Landschaftsarchitektin und im Landesgartenschau-Team zuständig für die Pflege der Blumenwiesen. Im Gegensatz zum Blumenrasen, auf dem momentan unter anderem der Wiesen-Salbei seine leuchtend lila Blüte präsentiert, und der mehrmals jährlich gemäht werden kann, achtet Holsteg darauf, dass die Blumenwiese nur zwei bis drei Mal im Jahr gekürzt wird. „Die Blumenwiese darf auch nicht betreten werden. Sie ist wichtig für die Insekten und die ganze Biodiversität. Hasen suchen zum Beispiel Schutz in den blühenden Feldern“, erklärt die Landschaftsarchitektin.

Nachhaltige Blumenlandschaft

Ein hoher Ph-Wert sowie der niedrige Stickstoffanteil im Boden des Zechenparks bilden ideale Voraussetzungen für das Wachsen der Blumen, auch in den kommenden Jahren. Ein weiterer Beitrag für das nachhaltige Gedeihen der Pflanzen leisten auch die ausgesäten Gräser, wie das Rote Straußgras, das Ruchgras oder der Horst Rotschwingel. „Wir haben darauf geachtet, schwachwüchsige Gräser, gemeinsam mit den Blumen zu säen, damit sie die Blumen nicht dominieren“, so Holsteg. Die momentan herrschende Trockenheit begünstige außerdem das Wachsen, denn die Pflanzen benötigen nur wenig Wasser. „Deswegen haben wir uns bei der Auswahl bewusst an der Salbei-Glatthaferwiese und an Flachlandmähwiesen orientiert. Außerdem ist diese artenreich, denn dort blühen die Blumen in fast allen Farben des Regenbogens“, schwärmt Kirsten Holsteg.

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Foto: Mohn- und Kornblume blühen im ersten Jahr der neu angelegten Blumenwiese.